Einstellungssache: Tiere = Freunde
Schon immer lebte ich nach dem Motto, dass Tiere eher zu Mitbewohnern, Nachbarn und Freunden zählen, anstatt Teil meiner Nahrung zu sein und auf meinem Teller zu landen.
Bereits im Kindergartenalter war ich daher Vegetarierin mit dem Motto „Tiere sind meine Freunde, die will ich nicht essen.“ – Auch wenn das nicht bei allen gut ankam. Ich stand und stehe dazu. Auch gab es hitzige Diskussionen zwischen meinen damligen Kindergarten“-Tanten“ und meinen Eltern hierzu. Meine Mutter wurde öfters böse angefaucht, dass dies doch „Mangelernährung“ sei und ihr Kind dadruch sich nicht richtig entwickeln könne...ja, in den Neunziger Jahren galten noch andere Vorsätze und Erziehungsmethoden, wie auch beispielsweise Kinder im Kindergarten zum Aufessen zu zwingen (auch wenn diese satt waren) oder gar etwas zu Essen aufzwingen, was ihnen nicht gut tut und sie nicht möchten. Im Laufe der Diskussionen forderten dann die Kindergarten“-Tanten“ meine Mutter auf mit mir zum Arzt zu gehen und sie würden nur einwillgen bzw. akzeptieren, dass ich mich vegetarisch ernähre, wenn der Hausarzt das bewilligt. Autsch, das muss man sich mal geben…man respektiert nicht von vornherein etwas, nur erst wenn etwas bestimmtes gemacht wurde…lasst Euch das mal was auf der Zunge zergehen…was für eine schräge Zeit! Naja, lange Rede kurzer Sinn. Gesagt, getan. Meine Mutter ist dann schlussendlich gemeinsam mit mir zum Hausarzt, um mich eben untersuchen zu lassen, ob’s mir eh gut geht (auch wenn’s offensichtlich war) und um sich die Bestätigung für den Kindergarten einzuholen. Sie schilderte alles meinem damaligen Kinder-Hausarzt und dieser hat hierbei richtig cool reagiert: „Ja, sind die deppert oder was? Sehen die ned, das Mädel ist doch pumperl-g’sund! So ein Quatsch von denen! Geben Sie mir die Nummer, da ruf ich jetzt persönlich an. Was stimmt mit denen ned!?“. Ohja, er war wirklich großartig und mein erster Held damals neben Papa & Mama. Er hat schlussendlich dort angerufen und das Thema war erledigt. Daraufhin konnte ich mein Gemüse nach belieben ohne Tierleid auf dem Teller im Kindergarten genießen. Auch bin ich nach wie vor sehr dankbar darüber, dass meine Eltern meine Entscheidung vegetarisch zu sein respektiert und unterstützt haben und dies auch weiterhin tun.
Unterschiedliche Formen?
Man muss auch sagen: Damals gab es auch noch nicht so viele Bezeichnungen und Formen, sowie Unterformen einer vegetarischen Ernährung. Wie beispielsweise eben Leute, die sich vegetarisch ernähren, aber trotzdem Fisch essen, usw. usf. So mal als Vergleich. Und wenn, dann war mir das im Kindes- & Jugendalter nicht so bekannt. Das kam gefühlt erst im Laufe der Jahre so richtig auf. Über Vegan wurde damals auch noch nicht so viel gesprochen. Sowas kannte ich noch nicht. Das wurde tatsächlich auch erst die letzten Jahre so richtig „modern“ und „normal“. Nicht falsch verstehen: Mit „normal“ meine ich, dass auch diese Ernährungsformen erst in Laufe der Zeit bekannter und akzeptierter/tolerierter wurden. Meiner Meinung nach ist es von jedem/jeder persönlich die eigene Sache wie er oder sie sich so ernähren möchte. Wichtig ist es, dass man sich untereinander respektiert und akzeptiert.
Entschluss: Von Vegetarisch zu Vegan
Wie wurde ich nun zur Veganerin?
Wie bereits oben erwähnt, kam der „Trend“ erst mit Laufe der Zeit auf und die Produkte und Ideen und Rezepte nahmen nach und nach zu. In den letzten Jahren (bevor ich vegan wurde) machte ich mir immer mehr Gedanken um das drumherum. Milch und Käse sind schlussendlich auch nicht so toll für die Tiere und auch andere Gedanken dieser Art schwirrten mir durch den Kopf.
Auch bemerkte ich: Ich war mit meiner Verdauung nicht so recht glücklich und zufrieden. Ich bemerkte, dass mir Dinge, die ich nicht recht zuordnen konnte, nicht so gut im Magen lagen…Nur mal so am Rande: Zu dem Zeitpunkt liebte ich noch Käse und Milchprodukte über alles! In meinem Umfeld/ mit Freunden habe ich mich dann auch darüber ausgetauscht und nachgelesen, dass nicht jeder unbedingt Milchprodukte gleich ab kann und wie es eigentlich so hinter der Milchindustrie abläuft und es den Tieren so ergeht.
Da entschloss ich, dass ich’s versuche vegan zu werden und Januar 2020 habe ich letzendlich die Entscheidung getroffen vegan zu werden. Zunächst einmal wollte ich es als damalige Käseliebhaberin erst einmal versuchen…und dann blieb ich schlussendlich Veganerin bis heute und mit dieser Entscheidung geht es mir sehr gut und ich bin froh, diese Entscheidung getroffen zu haben.
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Und da ich auch gerne mal auch über mich selber Schmunzel kann, hier noch ein Bild von mir und meiner süßen Katze Ari. So viel zu Tieren, Freunden und Familie <3

