Endlich Urlaub – Hauptakt: Österreich und Südtirol – Ein Traum!

Herzlicher Empfang in der Heimat

Nun war es endlich soweit. Nach gewissen Startschwierigkeiten (siehe auch Blogartikel: Endlich Urlaub – Prolog) konnte ich mich endlich aufs absolute Urlaubsfeeling freuen und einstellen. Fabelhaft!

Samstag, 05.10.2019. Die Landung verlief gut. Das Flugzeug landete sanft. Erstaunlich sanft. Nicht schlecht! Auch erhielt ich meinen Koffer relativ rasch wieder. Yay, mein Gepäck ist da! Jetzt hieß es nur noch Ausschau nach meiner Family halten. Noch keiner da. Auf dem Handy auch noch keine Nachricht. Vermutlich viel Verkehr. Nach minimaler Wartezeit, sprich keine 10 Minuten, entdeckte ich auch schon meinen Papschi (so wie ich ihn liebevoll nenne, gefällt mir einfach besser als „Paps“, „Dad“ oder gar „Vater“
– D. Vader lässt grüßen und so…ne, geht überhaupt ned 😮 )
. Er hat mich jedoch nicht durchs Fenster gesehen. Er stand noch vor der Tür, draußen, vorm Wartebereich des Salzburger Flughafens. Ich machte also auf mich aufmerksam. Mit strahlendem Lächeln und wild und „groß“-umherwedelnden Armen winkte ich ihm freudig zu. Eine ältere Dame im Flughafen-Wartebereich guckte nur bedröppelt und etwas „schräg“. Ich musste mir schier schon ein Lachen verkneifen. Nach ca. 2-minütigem (quatsch, so lange wars nun auch nicht, denke ich) Lächeln und winken sah mir Papa mit einem Lachen und einem „Ah, da bist du ja!“-Gesichtsausdruck entgegen. Juchu, er hatte mich bemerkt! Nun mussten wir beide lachen, da die ältere Dame nun „komisch“, merkwürdig einfach, zu Papa rüberguckte. Wir umarmten uns herzlich und packten Koffer und Rucksack ins Auto. Mama war nicht dabei, aber dafür hatte sie Daheim schon superleckeres Frühstück für uns vorbereitet. Da kann man ja ein Auge zudrücken. (*schmunzel*) Während der Autofahrt tauschten wir uns kurz über die vergangene Woche, die Anreise, die Arbeit und natürlich auch wie es uns sonst so ging, aus. Bei meinen Eltern Daheim angekommen erwartete mich auch schon Mama mit einer dollen und herzlichen Umarmung. Es ist wirklich toll zu wissen, dass man auch immer einen Platz bei seinen Eltern hat und haben wird, auch wenn wir mittlerweile wirklich weit auseinanderleben und wohnen. Und umgekehrt wissen sie hoffentlich auch, dass sie immer einen Platz bei mir haben. Eine Familie hält schließlich zusammen! Nach dem ultraleckeren Frühstück, frischen Bohnen-Vollautomaten-Kaffee und der angenehmen Unterhaltung mit meinen Eltern, fühlte ich mich richtig wohl. Die Details zum Frühstück zähle ich nun nicht auf, sonst werdet ihr mir noch zu hungrig hier. 😀
Wir verbrachten den Tag mit viel Entspannung, Gequatsche und Filme gucken. Das war mir ganz recht, da ich immer noch sehr müde vom frühen Aufstehen war.

Am nächsten Morgen – Überraschung: Wir vereisen!

Sonntag, der 06.10.2019. Überraschung, wir fahren nach Südtirol! Geil! Hier auch noch einmal ein dickes !DANKE! <3 an meine Eltern. Die Überraschung und der Urlaub sind euch völlig gelungen. Wir machten uns nach dem Frühstück gegen die Mittagszeit auf dem Weg. Wir fuhren über den Brenner. Die Aussicht war herrlich.

1_20191006_151214(Reisebild während der Autofahrt 1)

Aber 3 Stunden „Brenner-Fahrt“ das ist schon ein Rekord. Es waren mega viele Autos unterwegs. Einfach nur: „OHA!“ und dann auch noch diese doofen Baustellen, die einen bescheuerten und künstlichen Stau erzeugen…ja, wenn es doch wirklich richtige Baustellen gewesen wären, so hätte ich es ja verstanden…aber wieder einmal kamen die „lieben“ Menschis mit dem simplen „Reißverschlussverfahren“ nicht zurecht. It’s a shame. However. Egal, meine Stimmung konnte nichts trüben. Ich war schließlich gechillt mit Menschen in einem Auto unterwegs, die mir am Herzen liegen und denen ich am Herzen liege. So konnten wir auch ganz viel Zeit wieder zum Quatschen nutzen. Auch machten wir in einer kleinen Gaststätte eine erholsame Pause bei hammerguten Tiramisu, welches so unglaublich fluffig, üppig und lecker war, sodass wir zu dritt daran essen konnten. Dazu gabs dann auch noch g’schmackigen (leckeren) Cappuccino. Mhmm, lecker!!!! Ja, das Südtirol- und Italy-Feeling war aktiviert! Und weiter gings. Zwischendurch wieder Baustellen, Maut und schräge Autofahrer. Dann auch noch Umleitungen und schlechte Ausschilderungen. Papa fragte mich, ob ich nach dem Reiseziel-Schild Ausschau halten könne. Klaro. Ich setzte meine Brille auf, welche ich zum Fahren benötige. Keine Sorge, ich bin nicht gefahren. Daher ist es nicht schlimm, dass ich sie jetzt erst aufgesetzt hatte. Auch kann ich sonst ganz gut ohne Brille sehen und habe im Alltag eigentlich keine Beschwerden. Es ist lustig, wenn ich euch nun sage, dass es sich jedes Mal so anfühlt, wenn ich die Brille aufsetze, als hätte ich ein Fernglas auf, durch das ich gucke. Ich meine, mein Papa hat auch eine Brille (die er aber auch so im Alltag benötigt und ständig trägt) und hat nicht so schnell das Schild entdeckt, so wie ich mit meiner „Fernglas“-Brille. Schnell lotste ich ihm den Weg und wir fanden die richtige Umleitung. Und ja, die Beschilderung war „bescheiden-blöd“ ausgeschildert. Egal, es ist geschafft! Es war schon 19:00 Uhr, aber wir waren gleich da. Weitere 15 Minuten vergingen und wir haben das Ziel erreicht. Eine wundervolle Pension, die mittlerweile von der Ausstattung her schon Hotel-Status genießt. Wir waren schon einmal hier und es war eine fabelhafte Zeit. Umso mehr freute ich mich, wieder mit meiner Famile dort Urlaub machen zu dürfen. Großartige Überraschung! Wirklich! Ich bekam auch mein eigenes Zimmer. Einfach nur Wohlfühl-Faktor. Und so genossen wir die Zeit von Sonntag bis Donnerstag, bis zur Abreise.

1_20191006_151227(Reisebild während der Autofahrt 2)
1_20191006_1521120(Reisebild während der Autofahrt 3 – Eindruck = bisschen frisch, wegen dem Schnee auf der Bergspitze)
1_20191006_193314(Eingang, vor der Pension – cooler Style mit dem riesigen Baumstumpf im Eingangsbereich der Rezeption)
1_20191006_192931(Aussicht vom Balkon der Pension in Südtirol – Abend der Ankunft)

Erlebnisse & Highlights

Zimmer + Frühstück:

Zunächst ist zu erwähnen, dass die Zimmer einfach großartig sind!!! Die Betten sind superbequem und weich UND die Kuscheldecke einfach super flauschig! Ich habe also super-gut geschlafen! Dann muss unbedingt noch erwähnt werden, dass das Frühstücksbuffet ein Traum ist! Es gibt frische Eier vom Hauseigenem-Hof, frische Säfte und frisches Wasser angereichert mit frischen Kräutern, verschiedene Hartkäsesorten (oberlecker!), aber auch leckeren Weichkäse wie beispielsweise Brie. Brötchen bzw. Semmeln, Körnerbrote, Schwarzbrot und Croissants gibt’s auch. Wurst für Fleischliebhaber, aber auch aufgeschnittene Gurken, Paprika, Oliven, Tomaten, verschiedene frische Marmeladen, Honig, Frischkäse-Aufstriche, Nüsse, Trockenfrüchte, frische Früchte, Naturjoghurt und ja sogar Kuchen, all das ist vorhanden!!! Was will das Herz mehr?! Auch ich als Veggie war mega-glücklich mit der Auswahl!

1_20191007_101353(etwas chaotisch auf dem Teller angerichtet, aber alles was das Herz begehrt – es war super lecker!)

Aussicht:

Auch die Aussicht war ein Traum! In dem Blogartikel könnt ihr euch ja selbst ein Bild von der Gegend und ein paar Highlights machen! 😉

1_20191007_103755(Aussicht – Bild 1)
1_20191007_121620(Aussicht – Bild 2)
1_20191008_160508(Aussicht – Bild 3)
1_20191010_103754(Aussicht – Bild 4)
1_20191010_103816(Aussicht – Bild 5)

Drohne am Morgen?

Als ich morgens, noch vorm Frühstück, Papa und Mama in ihrem Zimmer besuchte um eben dann gemeinsam Frühstücken zu gehen, da erblickte ich beim aus dem Fenster gucken eine Drohne. Ich meinte nur zu Papa: „Oida, da ist doch glatt ’ne Drohne…zum Glück sind wir schon angezogen! Stell dir vor, wir alle würden uns erst umziehen…Stalker hier.“ Ja, es war tatsächlich eine vollausgestatte Drohne mit Kameras. Ich habe dann einfach mal gewunken und meinte, dass derjenige dem diese dann gehört, irgendwann schon mein Winken erblicken würden. Und dann war erst einmal die Drohne auch schon wieder weg.

Ausflüge – Meran und die Shoppingtour

Wir machten die Tage immer wieder Ausflüge, unter anderem auch nach Meran. Kaffee und Kuchen, sowie leckeres Essen gönnten wir uns. Es war schließlich Urlaub. Mama und Papa hatten ein paar Einkäufe geplant. Auch ich wollte mir das ein oder andere angucken und evtl. mitnehmen.
Also fuhren wir nach Meran und los gings.

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(Bild – Meran 1)

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(Bild – Meran 2)

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(Bild – Meran 3)

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(Bild – Meran 4 – Papa ganz entspannt beim Ausblick genießen)

Da meine Eltern, bzw. sogar noch mehr mein Papa, noch beim Koffer packen – erst kurz vor der Reise also – feststellten, dass sie kaum noch Pullover hatten, die richtig passen oder löcherfrei waren, wurde der Urlaubsshopping-Beschluss noch vorher entschieden.

Papas Ziele waren also: Pullis und Überziehjacken. (Vorsicht Spoiler: Am Ende hatte er gaaaanz viele! 😉 )
Mamas Ziel war eine neue Umhängetasche. (welche sie am letzten Tag vor der Abreise auch erfolgreich und überglücklich erhalten hat)
Mein Ziel war: Irgendwas schmissiges (wurde später ein knallroter Rucksack und ist im weiteren Text nicht näher erwähnt…der Rucksack hat auch Datenschutzrechte – man verstehe bitte Spaß), was mir unterkommt ohne Zwang. Evtl. auch eine kuschlige Jacke und neue Turnschuhe (die alten waren wieder mal durchlaufen, die Sohle hatte Löcher…also nicht mehr richtig tragbar).

Wir schlenderten also gemütlich durch die Lauben – die kleinen Gassen angereicht und mehr als gut gefüllt mit den unterschiedlichsten Läden, Cafés und Bistros – und genossen zudem das gute Wetter. (siehe auch Meran-Fotos) Es war tatsächlich T-Shirt-Wetter und das im Oktober! Gemütlich! Turnschuhmäßig war ich eher von den Preisen geschockt…die „günstigsten“ lagen bei 120€,-…ich dachte mir nur so: „Das kostet eine halbe PS4…da hätte ich dann länger was davon um das Geld…wenn ich daran denke, wie schnell meine Schuhe immer durchgelaufen sind.“ Nein, das war mir definitiv zu teuer und so toll sahen die nun für den Preis auch nicht aus! Ich meine, die sahen aus wie stinknormale 20€-Turnschuhe… Warum dann also 100€-Unternehmensförderung draufzahlen, wobei die Schuhe doch eh teilweise outgesourct produziert werden??? Nein, also wirklich nicht! Auch Papa und Mama waren zunächst erfolglos und etwas ernüchtert über die unschlagbaren Preisknaller. Da waren zunächst nur ganz viele Sportläden, wo stinknormale Pullis schweineviel Geld kosten…Auch entdeckte ich in einem Laden eine Damen-Handtasche, die haargenau so aussah wie meine Geldbörse. Ich rief belustigt zu Mama: „Hey, guck mal, die Frauenhandtasche sieht genauso aus wie meine Geldbörse, nur halt in groß!“ Die Verkäuferin war weniger begeistert und guckte aus einer Ecke daraufhin finster hervor. Mir war das egal, ich wusste, dass dem so war. Am liebsten hätte ich dem Moment meine Geldbörse ausgepackt, aber das wäre für die gute Frau Verkäuferin dann zu viel des Guten gewesen. True Story! Meine Eltern waren sichtlich über meine direkte Art amüsiert. Nach einiger Zeit des Suchens waren wir schon ziemlich erschöpft, auch die Füße machten sich bemerkbar. Also beschlossen wir Mama eine Pause zu genehmigen und setzten sie bei einem Café ab. „Du wartest hier, entspannst und erholst dich, trinkst gemütlich einen Cappuccino, hier hast du etwas Geld, wir gucken uns noch etwas um und holen dich später wieder ab. Bis dann, Bussi!“ 😀
Mit diesen Worten setzten wir Mama quasi ab. Ich denke das klingt nun schlimmer, wenn man das nun so hört und liest, als es tatsächlich der Fall war. Im Grunde genommen wollten wir ihr einfach eine nette Pause genehmigen. Wir, Papa und ich, wanderten weiter den Lauben hoch und dann sah ich ein mir bekanntes Geschäft und hatte eine Idee: „Lass uns da mal reingucken, ich weiß, es wirkt nicht so besonders, aber ich habe so das Gefühl, dass wir hier gute Sachen für Dich finden.“ Papa war anfangs weniger begeistert und ich muss zugeben, dass es die ersten Meter des Geschäfts und im Eingangsbereich nun nicht so spannend aussah. Ich blickte mich um und wies daraufhin: „Hier, guck, wir müssen in den oberen Stock, da ist Herrenbekleidung.“ Gesagt, getan. Etwas widerwillig und grüblerisch meinte Papa nur „Oook~.“ und wir sind hoch. Und siehe da, ich habe sooo~ vieles für Papa gefunden…einfach super! Er war auch ganz platt und rasch wandelte sich das Bild nun folgendermaßen um: „Papa, die Shopping-Queen!“…ja, richtig gelesen. Für Papa fand ich schlussendlich an die 10 Kleidungsstücke(!!!) – in allen möglichen Farben: dunkelgrau, blau, grün, violett, rot, schwarz usw – und das Bild sah nun so aus, dass ich zwei Einkaufstaschen links und rechts trug und Papas Umhängetasche um meinen Hals zusätzlich noch trug…Irgendwas lief hier verkehrt! (*lach*) 😀
In meinem Kopf sah das typische Shoppingbild genau andersherum aus. Spaß beiseite. Ich hab’s Papa voll und ganz gegönnt! 🙂 Wir haben einige Überziehjacken, Hoodies und Pullover gefunden. Zu einem sehr guten Preis. Im Grunde genommen haben wir für die 10 Sachen so viel gezahlt, wie normalerweise nur für ein Teil in den Lauben…echt jetzt! Papa war nun wortwörtlich voll und ganz ausgestattet. Als Dankeschön durfte ich mir sogar auch etwas aussuchen. YAY! 😀
Ich entschied mich dann für die hellgraue kuschlige Überziehjacke, die Papa nicht so gut wie eine andere, wie die dunkelgraue, gefiehl und freute mich sehr darüber. Sie war einfach flauschig und kuschlig. Das mag ich! An der Kasse guckte mich die Verkäuferin schätzend an…wenn die wüsste, dass die 10 Sachen für Papa waren und nur die eine Jacke für mich…Haha! Ja, auch im Urlaub ist man von Vorurteilen nicht ausgenommen und nicht davor sicher… Geschafft! Papas Shoppingziel war mehr als nur erreicht. An der Kasse nebenan guckten diverse ältere Damen auch nur neidisch zu mir rüber. Wenn die wüssten! Wie gesagt, nur eins war meins. Voll ausgestattet mit zwei Einkaufstaschen machten wir uns auf den Weg zu Mama, die zum Glück noch im Café saß! Ganz entspannt blickte sie uns entgegen und fragte, ob wir uns etwas tolles gefunden haben, mit respektablem Blick auf die Tüten. „Ja, alles für Papa, die Shopping-Queen! Für mich gab’s auch was.“ (Sorry, Papa, seit der Einkaufstour hast du den Spitznamen erstmal bei mir. 😉 ) Auf unseren Erfolg hin gab es noch eine Tasse Cappuccino und dann machten wir uns auch schon wieder auf dem Weg zurück zur Pension und um die Sachen zu verladen.
An der Pension angekommen blickten uns zwei Gestalten am Parkplatz, ein Herr und eine Dame, sehr schräg an und ich wusste sofort, was in deren Köpfen so vorging, als wir die Taschen auspackten. Ich muss euch enttäuschen, das war nicht meins, dachte ich mir nur. Später erfuhr ich auch, dass die beiden genau dieses Vorurteil und noch viele andere über uns hatten, was ich gar nicht ahnen konnte und mir schlussendlich auch egal war. Ich fand es einfach nur lustig, dass gefühlt jeder so reagierte, als hätte ich soviel geshoppt gehabt. Wie gesagt, wenn die wüssten.~~ Ich freute mich für Papa, da er nun einen Vorrat hatte. Auch weiß ich, dass Papa danach erstmal ganz lange~ nichts mehr an Klamotten shoppen geht. Er ist halt so einer, der einmal ordentlich einkauft und die Sachen so lange trägt, bis sie nicht mehr passen oder schleißig sind. Und erst dann geht er irgendwann wieder einkaufen. Also kann ich erstmal beruhigt sein, dass er etwas hat.

Dienstag, der Weinabend!

Die Haus- und Pensionsbesitzer luden alle Gäste zum gemeinsamen Weinabend ein, wo man sich in einer Liste zuvor eintragen konnte. Mindestteilnehmerzahl waren 10 Personen. Wir haben uns auch eingetragen, warum auch nicht. Hanspeter und Caroline, die Pensionsbesitzer, empfingen uns alle vorm Haus. Rauch ging auf und wir erblickten frische Kastanien! Wein und Kastanien vom Hauseigenem-Hof…wirklich was feines! Sehr lecker und die Kombi ist ausgesprochen gut. Eigentlich bin ich kein Weintrinker, aber dieser Wein war schön fruchtig und zu den Maronen passte er unglaublich gut.
Ja, die Südtiroler wissen was gut ist!
Schnell fand ich auch heraus, dass die Drohne von dem Herrn vom Parkplatz war, der uns mit seiner Frau letztens noch nach der Shoppingtour schräg beäugelt hatte. Ich bin jemand, der immer erst mit den Leuten reden muss, um mir ein endgültiges Urteil über diese Personen zu bilden, daher plauderte ich einfach drauf los. „Ach, das war deine Drohne heute morgen vor unserem Fenster? Hast du mich winken sehen? Ich meinte noch zu Papa, dass wir zum Glück was anhatten, aber meine Bilder benutzt du bitte erst, nachdem du mir gut gezahlt hast, ok? Datenschutz und so. Natürlich kannst du mich auch engagieren, wenn du mir eine gute Gage zahlst“, sagte ich scherzhaft und trocken. Daraufhin war der Herr sehr amüsiert und meinte, dass das tatsächlich seine Drohne wäre. Er und seine Frau schrieben über Südtirol und die Gegend einen Reiseblog mit Videos und Fotos, usw. Und es sei gut zu wissen, dass ich dabei wäre, wenn er gut zahle, ich solle ihm einfach meine Visitenkarte geben. Sympathisch, der Herr versteht auch Humor. Also stellten wir uns einander vor. Meine Eltern lachten nebenbei und währenddessen lernte ich auch seine Frau kennen und wir unterhielten uns alle fünf für den Rest des Abends sehr gut. Hanspeter (Hauseigentümer der Pension) ging währenddessen frisch fröhlich lächelnd um die Gäste mit einer großen Karaffe herum und schenkte immer wieder Wein nach. Aber wirklich immer wieder! Ich kam mir vor wie bei den Japanern. Ganz gefährlich wenn das Glas leer war…schwupp und danach war es auch schon wieder von ihm mit einem Lächeln gefüllt worden. Glücklicherweise vertrage ich viel. Später wurden wir auch noch zum Weinkeller der Hauseigentümer eingeladen. Wir stellten oben im Hausflur die Gläser, die wir erhalten hatten, ausgetrunken zurück auf den Servierwagen und bekamen eine Führung in den Keller. Unten angekommen fühlte ich mich wie in einer Schenke, die ich nur aus Geschichten kannte. Alles schön aus Holz, hölzerne große Fässer, geräuchertes Fleisch, das im Nebenraum von der Decke hing und Käse. Irgendwie cool. Danach gingen wir wieder aus dem Nebenraum raus. Und da waren auch schon Holzbänke und Tische. Auf den Tischen waren lauter runde, hölzerne Jausen-Brettchen (Brotzeit-Brettchen) gedeckt, darauf befanden sich die unterschiedlichsten Speisereien wie guaden Kas, Trauben, Essiggurkerl, uvm.  und nebenbei standen auch noch vollbeladene Brottkörbe bereit zum Verspeisen. Wir wurden also auch noch zum gemeinsamen Jausnen (Speisen) eingeladen. Und wieder standen auch Weingläser bereit.

Wir nahmen Platz und das Pärchen mit der Drohne (hier jetzt ohne Drohne natürlich) gesellte sich zu uns. Wir unterhielten uns sehr gut und sie erzählten uns von ihrer Homepage, Projekten und Fotoreisen. Wirklich sehr nette Leute. Ich nenne sie nun das würzige Pärchen. Die Homepage hat etwas im Namen mit „würzig“ zu tun. Den genauen Namen der kunstvollen Seite nenne ich nun hier nicht, da ich nicht nach Werbung für sie gefragt wurde und einfach nur von meiner Reise und Erlebnissen berichte. (Solltet ihr mich aber fragen, können wir gerne einen Link untereinander austauschen. Da sag ich nichts gegen dann. 😉 ). Schon relativ rasch duzten wir uns. Die beiden heißen Andrea und Matthias. (Da ich keinen Nachnamen nenne und ihn auch nicht weiß, kann man mir nichts nachsagen 😛 ). Auch wurde ich gefragt, ob ich denn schon Wein trinken dürfe. „Schon längst.“, meinte ich. Daraufhin wurde ich gefragt wie alt ich denn sei und meinte nur, dass die liebe Dame, Andrea, gerne raten dürfe. Sie meinte dann: „16“. Ich musste freudig und amüsiert lachen und entgegnete: „Bin schon 27, aber die meisten raten mein Alter falsch. Mittlerweile betrachte ich es als Kompliment.“ Der Wein floss weiter, die Stimmung wurde immer lustiger und wir erzählten uns alles mögliche, wie beispielsweise, was wir hier im Urlaub machen – Urlaub eben – , was wir beruflich so machen und so weiter und sofort. Auch meinte Andrea dann zu mir, dass ich ja letztens fleißig am Shoppen war. Ich meinte, dass das nicht mein Einkauf war und sie glaubte mir zunächst nicht und meinte nur „jaja“, dann erzählte ich ihr vom Shoppen mit Papa und meinem neuen Titel „Papa die Shopping-Queen“. Auch so von meinen Erlebnissen erzählte ich. Sie war sehr von mir angetan. Auch Matthias brachte ich sehr oft zum Lachen. Ich denke, ich habe alles recht „trocken“ erzählt, aber es freute mich sehr, dass ich meine Mitmenschen so doll zum Lachen bringen konnte. Daraufhin gab mir Andrea auch einen guten und ernstgemeinten Rat für weitere berufliche Wege. Mal schauen was die Zukunft so bringt.~ Aber sollte sich das erfüllen, so bleibe ich dabei: „Du, liebe Andrea, bist dann mein Fangirl in der ersten Reihe und bekommst auch ein T-Shirt, dass du bitte auch dann trägst!“ Auch bedankte sich Andrea dann im Laufe des Abends bei mir und meinen Eltern. Zu mir meinte sie, dass sie schon lange nicht mehr so herzlich gelacht hätte und zu meinen Eltern meinte sie, dass sie eine Erfahrung reicher wurde und sich über die Vorurteile, die sie anfangs gegenüber uns hatte, entschuldigte. Wir nahmen die Entschuldigung natürlich an. Warum auch nicht? Natürlich wussten wir nicht wirklich genau, was sie sich vorurteilsmäßig noch so alles dachte. (Können ja nicht ins Hirn anderer sehen.) Aber das ist nicht schlimm. Wir sind einfach direkte und ehrliche Leute, denen die Meinung und Vorurteile anderer eh egal sind.
Danke auch nochmal an meine lieben Eltern, die mich dies lehrten! <3
Der Abend verlief weiterhin lustig und gemütlich bis spät Abends und wir machten uns alle zurück in unsere Zimmer. Danke auch nochmal an Hanspeter und Caroline, die den Abend mit lecker Speis und Trank spendiert haben!

Schöne Zeit:

Wie sagt man so schön, wenn es am schönsten ist, so vergeht die Zeit am schnellsten!
Auch so vergingen die restlichen Tage irrsinnig schnell und der Donnerstag, der Tag der Abreise von Südtirol kam. Traurig darüber, dass die Zeit so schnell verging, als auch gut gelaunt, weil wir so frisch erholt waren und so eine schöne Zeit hatten, verabschiedeten wir uns von Caroline und der Pension. Auf der Rückfahrt entdeckte ich sogar wieder einen Regenbogen! Ich hatte echt Glück.
Danach verbrachten wir noch wunderschöne 2 Tage in der Heimat, bis auch schon mein Flug am Samstag Morgen wieder losging.
Vielen Dank für den unvergesslichen und schönen Urlaub, Papa & Mama! <3

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(Bild Rückfahrt – 1)

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(Bild Rückfahrt – 2)

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(Bild Rückfahrt – 3)

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(Bild Rückfahrt – 4)

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(Bild Rückfahrt – 5)

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(Bild Rückfahrt – 6)

Der Urlaub war einfach gelungen!!! <3